Die BRICS+-Staaten besitzen über 17 % der weltweiten Goldreserven: Bericht

Die globalen Zentralbanken haben in Rekordtempo Gold aufgekauft und in den letzten vier Jahren durchschnittlich etwa 1.000 Tonnen erworben, und diese Dynamik setzt sich bis ins Jahr 2026 fort.
Ein Großteil davon ist auf Schwellenländer zurückzuführen. angeführt von den BRICS+-Staaten, die Goldbarren als bevorzugte Strategie nutzen, um sich gegen geopolitische Risiken und den Einfluss der US-Währung abzusichern.
A neuer Bericht Laut Schätzungen der EBC Financial Group hält der Staatenbund derzeit rund 6.000 Tonnen der weltweiten Goldreserven, was 17,4 % der globalen Gesamtreserven entspricht (gegenüber 11,2 % im Jahr 2019). Russland führt die Gruppe mit 2.336 Tonnen an, dicht gefolgt von China mit 2.298 Tonnen. Indien ist mit 880 Tonnen der zweitgrößte Goldbesitzer.
Zwischen 2020 und 2024 entfiel mehr als die Hälfte des gesamten Goldes, das Zentralbanken weltweit kauften, auf die BRICS+-Staaten, so die EBC. Dies unterstreiche einen „strukturellen Wandel“ in ihrer Reservenstrategie, der auf die westlichen Sanktionen gegen Russland im Jahr 2022 zurückzuführen sei. Danach hätten sich die Goldkäufe von etwa 500 Tonnen auf 1.000 Tonnen verdoppelt.
Änderung der Reservestrategie
Wie die in London ansässige Finanzgruppe feststellt, ist die Goldakkumulation jedoch nur die eine Seite der Medaille. Die andere Seite ist der sinkende Anteil des US-Dollars an den globalen Währungsreserven. Daten des IWF zeigen, dass der Dollaranteil von 71 % im Jahr 1999 auf rund 57 % bis Ende 2025 gefallen ist – der niedrigste Wert seit 1994.
Die EZB stellte fest, dass die Bestände der Zentralbanken an auf Dollar lautenden Vermögenswerten seit 2014 im Wesentlichen konstant geblieben sind.
Der Anteil von Gold an den offiziellen Währungsreserven hat sich unterdessen von unter 10 % im Jahr 2015 auf über 23 % heute mehr als verdoppelt. Dies spiegelt größtenteils den gestiegenen Goldpreis wider, verdeutlicht aber auch unmissverständlich, dass Zentralbanken einen immer größeren Anteil ihrer Portfolios in Gold investieren, und der Krieg im Nahen Osten hat diese Dringlichkeit noch verstärkt, so die Gruppe.
Der Bericht zitierte auch die Umfrage des World Gold Council aus dem Jahr 2025, die ergab, dass 73 % der Zentralbanker weltweit glauben, dass der Anteil des Dollars an den Währungsreserven in den nächsten fünf Jahren weiter sinken wird, und 43 % der befragten Zentralbanken planen, ihre Goldbestände zu erhöhen – beides Rekordwerte.
Zu beobachtende Trends
Hinsichtlich der Frage, ob sich die Goldkäufe beschleunigen würden, hob der EZB-Bericht mehrere wichtige Entwicklungen hervor, die es wert sein könnten, beobachtet zu werden.
Eine davon ist China, beispielsweise die Frage, ob das Land die öffentliche Berichterstattung über die Zuwächse seiner Goldreserven wieder aufnehmen wird, was es seit Mai 2024 nicht mehr getan hat. Stand Ende März hat die chinesische Zentralbank 17 Monate in Folge Gold gekauft.
Ein weiterer potenzieller Faktor ist, ob Länder wie Saudi-Arabien oder die Vereinigten Arabischen Emirate dem Beispiel Russlands und Chinas folgen und ihre formellen Goldreserven erhöhen würden. Insbesondere Saudi-Arabien gilt als Unsicherheitsfaktor. Eine Reduzierung der Goldquote auf lediglich 5 % würde laut EZB Käufe im Umfang der gesamten prognostizierten Zentralbanknachfrage für 2026 von einem einzigen Käufer erfordern.
Darüber hinaus riet die Gruppe, bei der nächsten Veröffentlichung des COFER-Berichts des IWF auf weitere Rückgänge des Dollaranteils an den Währungsreserven zu achten, da jeder weitere Rückgang die Erzählung untermauere, die die Nachfrage nach Gold für Staatsanleihen antreibe.
Zitiert von mining.com




