Chinas Yahua beginnt mit dem Bau einer Lithiumsulfatanlage in Simbabwe
Bergwerksgelände Kamativi. Bildnachweis: Kamativi Mining Company | X
Die Sichuan Yahua Industrial Group Co. gab bekannt, dass sie mit dem Bau einer Lithiumsulfatanlage in Simbabwe begonnen hat, da das südafrikanische Land Investoren im Bergbau dazu drängt, ihre Verarbeitungsanlagen zu modernisieren.
Die Anlage ist die dritte ihrer Art, die von chinesischen Unternehmen in Simbabwe errichtet wird. Das Land hat sich rasant zu einem der weltweit größten Lieferanten des in Batterien für Elektrofahrzeuge verwendeten Metalls entwickelt. Die Regierung strebt an, den Export von Lithiumkonzentrat zugunsten eines höherwertigen Sulfatprodukts schrittweise einzustellen.
Yahua, das die Lithiummine Kamativi in einem Joint Venture mit dem simbabwischen Staat betreibt, teilte Investoren am Donnerstag auf einer Shenzhen Exchange-Plattform mit, dass es mit dem Bau einer Anlage zur Herstellung von Lithiumsulfat begonnen habe.
Simbabwe diese Woche wurden die Lieferungen von Lithiumkonzentrat ausgesetzt. Mit sofortiger Wirkung tritt das Verbot in Kraft, nachdem zuvor ein vollständiges Exportverbot für Anfang nächsten Jahres angekündigt worden war. Bergbauminister Polite Kambamura erklärte, Exportgenehmigungen würden nur noch an Unternehmen mit gültigen Bergbaulizenzen und genehmigter Verarbeitungskapazität erteilt.
Yahua erklärte, man gehe davon aus, dass die Maßnahmen hauptsächlich gegen illegale Exporte gerichtet seien und man erwarte innerhalb von zwei Wochen die Genehmigung zur Wiederaufnahme der Lieferungen. Das simbabwische Bergbauministerium reagierte nicht auf eine Anfrage nach einer Stellungnahme. Der in Sichuan ansässige Konzern besitzt Lithiumraffinerien in China.
Rohstoffreiche afrikanische Staaten treten zunehmend selbstbewusster auf, um Bergbauunternehmen zu einer verstärkten lokalen Verarbeitung und Raffination zu bewegen. Die Demokratische Republik Kongo hat dazu Folgendes eingeführt: strenge Kontrollen der Kobaltmenge — ebenfalls ein wichtiger Bestandteil vieler EV-Batterien — der das Land verlassen kann.
Zhejiang Huayou Cobalt Co. und die Sinomine Resource Group errichten ebenfalls Sulfatanlagen in ihren Minen Arcadia bzw. Bikita, die beide größer sind als das Kamativi-Joint-Venture von Yahua. Lithiumsulfat ist ein Zwischenprodukt zur Herstellung von Chemikalien für Batterien.
Milliardeninvestitionen chinesischer Unternehmen haben Simbabwe in der Rangliste der Lithiumproduzenten nach oben katapultiert. Laut dem US Geological Survey stammten im vergangenen Jahr fast 10 % der weltweiten Lithiumförderung aus dem Land.
Zitiert von mining.com




