Ein Milliardär aus dem Bergbausektor fordert China auf, das Abkommen über umweltfreundlichen Schiffstreibstoff voranzutreiben.

2026-06-24
Andrew Forrest, Vorsitzender von Fortescue Metals.(Bild von Fortescue)Twitter/X.)

Laut dem australischen Milliardär und Bergbauunternehmer Andrew Forrest sollte China die Dekarbonisierung der globalen Schifffahrtstreibstoffe vorantreiben, nachdem Pläne zur Erhebung von Emissionsgebühren im vergangenen Jahr aufgrund des Widerstands der USA ins Stocken geraten waren.

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Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) verschob im Oktober eine Entscheidung über die wegweisende Gebühr um ein Jahr, nachdem US-Präsident Donald Trump den Vorschlag kritisiert hatte. China hatte im April 2025 einen Entwurf unterstützt, widersprach der Verzögerung aber nicht.

Strafen für Schiffsemissionen würden grünem Wasserstoff zugutekommen, einer Technologie, die sowohl von China als auch von Forrest, dem Gründer des Eisenerzbergbauunternehmens Fortescue Ltd., propagiert wird. Der Milliardär hat sich in den letzten Jahren auf die Umstellung auf grüne Technologien konzentriert, allerdings mit uneinheitlichen Fortschritten.

„China muss sich dem Vorschlag der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) zur Umstellung auf umweltfreundlichere Schifffahrt deutlich stärker anschließen“, sagte Forrest am Dienstag während einer Podiumsdiskussion beim Weltwirtschaftsforum in Dalian, China. „In den USA besteht ein enormes politisches Eigeninteresse, da man dort eine Umstellung der globalen Schifffahrtsindustrie auf umweltfreundlichere Technologien verhindern will.“

Die USA sind der weltweit größte Öl- und Gasproduzent, während China massiv in grünen Wasserstoff investiert, der aus Wasser und CO₂-freiem Strom hergestellt wird. Dieser Wasserstoff kann dann Ammoniak oder Methanol beigemischt werden, um einen emissionsfreien Schiffstreibstoff zu erzeugen.

BloombergNEF prognostiziert, dass China bis 2030 5 Millionen Tonnen grünes Ammoniak produzieren wird – weit mehr als der nächstgrößte Produzent Indien mit prognostizierten 1,6 Millionen Tonnen. China ist zwar der günstigste Produzent, doch der Brennstoff ist immer noch zwei- bis dreimal so teuer wie Ammoniak aus Erdgas.

Die Sicherstellung der Nachfrage nach all diesen Brennstoffen gestaltete sich schwieriger. So stieg beispielsweise die Wasserstoffproduktion in China im Jahr 2025 trotz des Ausbaus der Produktionskapazität um 44.000 Tonnen nur um 11.000 Tonnen, was laut BloombergNEF darauf hindeutet, dass viele Projekte nur zu einem Bruchteil ihrer Kapazität ausgelastet sind.

Zitiert von mining.com

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